Fiona, Reden ist Silber & Schweigen ist Gold
Seit nun mehr als zwei Jahren geht mir das Statement zur Armut in Österreich von der Kristall-Lady Fiona Swarovski nicht mehr aus dem Kopf und heute finde ich endlich Zeit dazu etwas loszuwerden.
Kurz etwas zur Geschichte: Fiona ist mit Karl-Heinz Grasser, ehemaligen Finanzminister verheiratet und sie haben es sich allem Anschein nach die letzten Jahre auf österreichische Staatskasse gut gehen lassen. Geldwäsche auf der einen Seite und Steuerhinterziehung auf der anderen, in welchem Ausmaß werden die Gerichte zu beurteilen haben. Aber in Anbetracht dessen, dass man in Österreich Menschen, die gegen das Rechtssystem vorgehen mal einfach so entmündigt und in die Psychiatrie einweisen lässt, könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass es, welch Überraschung, eventuell und möglicherweise auch in Österreich korrupte Richter geben könnte, die beim Strafausmaß ein oder sogar beide Augen zu drücken, wenn man die richtigen Argumente parat hat.
Zurück zum Thema: Nachfolgend seht ihr ein kurzes Interview mit Fiona, das zwar als Ganzes sehenswert ist, aber ab Sekunde 42 erst so richtig spannend wird:
Ich vermute (bzw. hoffe ich), dass hier zuvor jemand mit seinem Karli zu viel Dom Perignon geschlüft hat, daher eine kurze Übersetzung: “Wenn man Platz auf der Terrasse hat, kann man dort Gemüse, Salat und Tomaten anbauen.” Höchstwahrscheinlich gehört auch sie zu der Gattung Menschen, die denken, dass ein Liter Milch 10 Euro kostet, weil sie noch nie einen Supermarkt von innen gesehen haben. Ich bin zwar kein Gärtner, aber ich bezweifle, dass diese Idee in einem vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis steht. Man bedenke die Nebenkosten für den Anbau einer Terrasse…
Ich möchte diesen Schwachsinn erst gar nicht weiter dokumentieren, sondern hier meinen Brief, den ich an Fiona gesendet habe, kundtun:
Sehr geehrte Frau Swarovski,
bezugnehmend auf Ihr Interview aus dem Jahr 2008 Stichwort “sich Tomaten sich selber auf der Terrasse wachsen lassen”, möchte ich Sie um ein Offert [kaufmännisch das Angebot einer Ware] unter Berücksichtigung, dass ich leider über keine Terrasse und auch keinen Balkon verfüge, bitten:
- 1 Packung “Solanum lycopersicum” Samen
- 1 Packung “Lactuca sativa” Samen
- 1 Packung “Allium schoenoprasum” Samen
- 1 Anbauanleitung für den Indoor-Bereich [überdacht]
- notwendige Erde, Töpfe, usw.
- 1 Finanzierungsplan
Zum letzten Punkt möchte ich anmerken, dass ich monatlich leider nur über 744 Euro verfüge und die monatliche Rückzahlungsrate nicht mehr als fünf Euro übersteigen darf, da ich sonst entweder die Miete, den Strom oder das Warmwasser nicht mehr bezahlen könnte. Bieten Sie eventuell auch Leasingmöglichkeiten für Gartentöpfe, Spaten, usw. an? Ich freue mich auf Ihr Angebot und verbleibe mit freundlichen Grüßen,
Eve Bugs
Ich halte euch auf dem Laufenden, sollte ich eine Antwort erhalten.
By the way: Ich finde wir sollten die Karl-Heinz Grasser Wikipedia Seite kollektiv erweitern, denn seine Verbrechen werden dort nur spartanisch erläutert und die 1-Millionen-Schilling-Webseite seinerzeit wird völlig unter den Tisch gekehrt.
Photo: [bigevil600]
