
Die Europäische Union verhandelt wieder mit den Vereinigten Staaten über die Weitergabe von Fluggastdaten. Diese sogenannten Passenger Name Records (PNR) werden von Fluggesellschaften während eines Buchungsvorgangs erhoben und sollen nun 15 Jahre lang gespeichert werden.
PNR-Daten umfassen Kontaktinformationen und Angaben über den Reisenden. Dazu zählen unter anderem Adresse, Telefonnummer, Geburtstag, Kreditkartendaten und Passinformationen, aber auch personenbezogene Informationen über den Passagier, wie z.B. besondere Reisevorlieben und Beziehungen zu anderen Mitreisenden.
Die Daten werden für Profiling-Zwecke genutzt, um bislang unbekannte Verdächtige aufzuspüren. Diese Überwachungsmaßnahme findet ohne konkretes Verdachtsmoment statt und benötigt keine richterliche Genehmigung. Daher stellt dieses Abkommen einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Privatsphäre aller Reisenden dar!
Am 13. Dezember 2011 wurde das EU-USA-PNR Abkommen vom europäischen Rat angenommen. Nun steht nur noch die Zustimmung des Europäischen Parlaments aus. Voraussichtlich werden die Abgeordneten während der Ausschussitzung im März über das Abkommen abstimmen.
Die Initiative NoPNR startet aus diesem Grund einen Aufruf, allen Mitgliedern des EU-Parlaments E-Mails zu senden, um die Bedenken gegen das Abkommen zu äußern. Einen Textvorschlag, sowie die Adressen der Abgeordneten findet ihr auf www.nopnr.org.